Kalke in der Forst-, Teich-, und Landwirtschaft

Menschliche und tierische Organismen benötigen das Element Calcium als wesentlichen Bestandteil zum Beispiel des Knochengerüstes. Einseitige kalkarme Ernährung kann zu Knochenerweichung und -brüchigkeit führen. In der Landwirtschaft setzt man als Futterkalke gemahlene, kohlensaure (also ungebrannte) Kalke ein. Wie beim Düngekalk werden vom Gesetzgeber an die Zusammensetzung besondere Güteanforderungen gestellt. Der in der Landwirtschaft übliche Kalkanstrich in den Ställen schützt vor Seuchen und Krankheiten, denn Kalk desinfiziert und hygienisiert.

Die Viren, Salmonellen, Kolibakterien und das Ungeziefer in der Gülle werden durch Kalkzugabe ebenso vernichtet. Damit kann Gülle gefahrlos auf die Felder aufgebracht werden. Auch in der Teichwirtschaft wird Kalk für vielfältige Hygienisierungsmaßnahmen eingesetzt. Seine wichtigste Bedeutung neben der Neutralisierung der Gewässer liegt in der Vernichtung der für den Fischbesatz schädlichen Parasiten und damit in einer Verbesserung des Gesundheitszustandes der Fische. Das Vorkommen des Steinbruches Endreß Gräfenberg ist im Mesozoikum in der Jurazeit vor 130 - 190 Millionen Jahren enstanden.